Diskussion:Brainstorming

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Themen, zu 2.

Danke Peter für die bereits wertvollen Beiträge! Jedoch müßten unter "Themen" tatsächliche Fromm-Themen stehen. Also "Furcht vor der Freiheit" hast Du ja geschrieben, allerdings sehe ich in "brüderlicher Umgang mit Vermögen" nicht so recht den originären (Fromm-)Text. Aber das wäre für mich eine Folgerung, eine Implikation aus Furcht vor der Freiheit. Was meinst Du?


Antwort: Einwand berechtigt, wir sollten tatsächlich - in diesem Rahmen - uns an Fromms eigene Texte halten. Und wenn der von der Furcht/Flucht von der Freiheit spricht, ist ja letztendlich die Furcht vor der eigenen Verantwortung gemeint, die sich dann natürlich auch im Umgang mit dem, was wir VERMÖGEN nennen, sei es eigenes, sei es fremdes, sei es gemeinsames ( gemeinsame Wirkkraft dank Vorstellung) niederschlägt.

Das Wort "brüderlich" erscheint mir deshalb so wichtig, weil die Kunst des Miteinandes in der Not und des Mangels keine wirkliche Gültigkeit hat für eine Überflußsituation..einmal mehr, wenn Verletzungen, gar irreversible Verletzungen, zwischen "Brüdern" stehen.... Bildlich gesprochen ist der Versuch, heute solidarisch zu sein, der Versuch, dass Räuber und Beraubte so leben sollen, als hätte es keinen Raub gegeben...und das noch unter der Bedingung, das die "Beute" beim Räuber bleiben soll....

Und letztendlich ist damit auch die BASIS Fromms wesentlich: nämlich der "universelle Mensch" d.h. sobald wir uns nicht mehr als TEIL auch des ungeliebten "Bruders" und Mitmenschen wahrnehmen, wir also (noch) in dem (anerzogenen ?) Paradigma denken, fühlen und handeln, bei dem ein Freund-Feindschema für die eigene Identifikation unerläßlich ist, erübrigen sich die meissten Gespräche und Bemühungen.... sie gleichen dem Versuch, im Winter oder auf einem unfruchtbaren Boden Ackerbau betreiben zu wollen....

In diesem Zusammenhang erscheint mir unsere HEUTIGE Möglichkeit und Schwierigkeit ( und damit auch letztendlich Verantwortung) zu entscheiden, wo wir leben, wachsen und gedeihen wollen, noch viel, viel wichtiger als je zuvor: Dass eine Gesellschaft auf ein Individuum wirkt und umgekehrt ist nun einmal nicht anzweifelbar...sehr wohl aber die Möglichkeiten, mit unerträglichen Gesellschaftsforderungen umzugehen.

Dies wäre dann auch aus meiner Sicht ein weiteres Schriftstück wert, nämlich eine Gegenüberstellung verschiedener Lebensumstände z.b. für Menschen in unserer Situation, nämlich mit der konkreten Verantwortung gegenüber Kinder.....oder aber auch z.B. für Menschen, die eigene und nicht gesellschaftskonforme Beziehungsvorstellungen haben...oder für Menschen, die auf eine transparente Art und Weise wirtschaften wollen ...und, und, und... kurz: Meine Idee wäre: konkrete Lebenswünsche nach "guten" räumlichen Umständen zu hinterfragen und wie ein Wegweise zu dokumentieren...

zu "Relevanz der Themen", zu 3.

Diese Vorstellung von "erfülltem Leben" und den damit verbundenen vermeintlich not-wendigen Änderungen erscheint mir zu kulturspezifisch: m.E. sollte in einem Flyer - ähnlich wie zum Beispiel in der Physik - psychologisches Wissen und Überlegungen formuliert werden, die gewissermaßen "allgemeingültig" oder über-kulturell sind.... Frage: Was bleibt als Schnittmenge übrig, wenn man die Frage nach "Sinn" und "erfülltem Leben" unabhängig von dem Kulturellen Raum stellt und versucht zu beantworten ( Jede Kultur würde ich mit einer Schule vergleichen, die Aufgaben stellt, von deren Bewältigung das persönliche Empfinden stark geprägt ist....wesentlich erscheinen mir nun Überlegungen die allen "Schulen" gemeinsam sind)


Antwort: Das finde ich ist ein guter Einwurf. Es liest sich ja bei Fromm immer ganz schön, was so nach "universeller Wahrheit" klingt. (Es gab doch auch schon die Diskussion, ob Psychoanalyse in anderen Kulturen überhaupt "wirken" kann.) Fromm ist glaube ich fest davon überzeugt, dass es universelle, den Menschen an sich (unabhängig von Herkunft, Sitten, Kulturen) betreffende Bedürfnisse gibt. Für mich ist die Frage, ob das eine "Schnittmenge" oder das "Wesentliche" ist. Es wäre gut, wenn Du dies aus einem spezifisch Frommschen Thema (also etwa "die spezifisch menschlichen Bedürfnisse") herleiten könntest. Also nach der Struktur dieses Brainstormings.

Zielgruppe

Kurz einige Anmerkungen. Überlegungen zur Zielgruppe sollten vielleicht eine eigene Überschrift bekommen. (Die Texte Fromms "funktionieren" ja potentiell für die gebeutelte Praktika-Generation (Entfremdung, Eigenpotential, Liebesfähigkeit), wie für politisch Engagierte mit Interesse an der psychischen Hintergrunddynamik (Gesellschaftscharakter, etc.), usw. Und noch kurz die Frage: Gibt es begleitend zu diesem Wiki noch ein Forum? (Ist nicht so einfach in diesem Rahmen zu einzelnen Zeilen/Aspekten nachzufragen - des offiziellen Charakters des Geschriebenen wegen.

Das mit der Zielgruppe extra zu diskutieren, finde ich gut. Werde eine Überschrift erstellen. Ansonsten diskutieren wir ja hier bereits wie in einem Forum. Aber man kann auch das Fromm-Forum auf [[1]] benutzen.

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